Logo La Foca House S.r.l.
Logo La Foca House S.r.l. Logo La Foca House S.r.l.
Logo La Foca House S.r.l.

Holzbausysteme: Vergleich von 4 Typologien

Industriehallenbau aus Holz im Platform‑Frame‑System

Spricht man von Holzbauten, denken viele sofort an das Platform‑Frame‑System, die „amerikanische Methode“, die stets als Vergleich herangezogen wird – ohne zu wissen, dass es verschiedene Bausysteme gibt, die jeweils eigene Vorteile haben.

In diesem Artikel wollen wir Holzbausysteme genauer betrachten, ihre Vorteile erklären, die vorhandenen Systemarten vorstellen und vor allem zeigen, wie effizient und schnell das Bauen mit Holz auf der Baustelle ist.


Inhalt:


Welche sind die wichtigsten Holzbausysteme?

Die Holzbausysteme unterscheiden sich durch ihre jeweiligen Konstruktionsarten, die in vier Kategorien eingeteilt werden können:


Platform Frame

Dieses System, das in Nordeuropa entstand, ist vor allem in Nordamerika weit verbreitet. Das Platform‑Frame‑System steht in der Regel auf einer Stahlbetonplatte.

Jede Wand oder Decke besteht aus vertikalen Ständern aus Brettschichtholz oder KVH mit festem Achsabstand. Außen wird die Rahmenkonstruktion vollständig mit tragenden OSB‑Platten beplankt und mittels Ringnägeln und Metallwinkeln befestigt.


Blockhouse

Hierbei werden massive Holzbohlen aus nordischer Fichte – geschliffen und mit Doppel‑ oder Dreifach‑Nut‑und‑Feder – horizontal übereinander gestapelt, bis eine tragende oder trennende Wand entsteht.

Obwohl das Blockhouse‑System das älteste Holzbausystem ist, verliert es vor allem in Städten an Bedeutung, nicht zuletzt wegen der technischen Weiterentwicklung von Rahmen‑ und X‑LAM‑Bauten. Man findet Blockhäuser hauptsächlich in alpinen Regionen.


Timber Frame

Dieses System nutzt tragende Wände aus einem Ständerwerk, das mit Dämmmaterial gefüllt und mit OSB‑Platten ausgesteift wird.

Die so entstandene Wand wirkt als ausgesteifter Rahmen gegen horizontale Lasten, behält hohe Steifigkeit bei geringer Masse. Installationen verlaufen in einem Lattensystem an Wand und Boden und bilden einen Technikschacht für Leitungen.

Dieser Installationsraum kann zusätzlich gedämmt werden, um die thermo‑akustische Leistung der Gebäudehülle zu maximieren.


X‑LAM‑System

Ein weiteres System ist X‑LAM, das speziell gefertigte Holztafeln verwendet.
X‑LAM‑Platten entstehen durch das Verleimen mehrerer Holzlagen von ca. 2 cm Stärke, stets in ungerader Anzahl. Die Lagen werden kreuzweise verleimt, sodass die Fasern orthogonal verlaufen und die Plattenleistung verbessern.

In der Regel werden Nadelholz‑Bretter verwendet, die getrocknet werden, um sie gegen biologische Einflüsse zu schützen.
Die Klebstoffe sind frei von Formaldehyd und anderen schädlichen Chemikalien.

Die Platten lassen sich je nach Entwurf in unterschiedliche Formen und Größen zuschneiden.


Welche Vorteile bieten Holzkonstruktionen?

Holzhäuser sind ein wahres Meisterwerk der ökologischen Bauweise. Sie stehen den in Italien verbreiteten Massivbauten in nichts nach.

Im Gegenteil: Holzhäuser bieten zahlreiche Vorteile gegenüber traditionellen Bauten.

Leider wird dieser Sektor oft unterschätzt, weil es an Information mangelt; in nordischen Ländern hingegen sind Holzhäuser die erste Wahl. In Italien gewinnen sie dank ihrer Vorteile jedoch zunehmend Marktanteile.

Die Vorteile eines Holzhauses sind:

  • Energieeinsparung: Holz ist ein hervorragender Dämmstoff und ein ökologisches Material.
  • Kürzere Bauzeit: Bei vielen Holzsystemen, etwa dem Platform Frame, treffen die Wände vor‑montiert auf der Baustelle ein und verkürzen die Bauzeit.
  • Brandschutz: Entgegen landläufiger Meinung ist Holz feuerbeständig und leitet Wärme schlecht. Im Brandfall verkohlt nur die äußere Schicht, die Carbonisierung schreitet langsamer voran als bei Mauerwerk.
  • Erdbebensicherheit: Holz ist ein flexibles Material und daher seismisch robust. Das Gebäude schwingt mit und kann Bodenbewegungen standhalten.
  • Dauerhaftigkeit: Moderne Holzbauweisen und Behandlungen machen Holz zu einem sehr langlebigen Material, das keine besonderen Wartungen erfordert.

Derzeit ist das Platform‑Frame‑System am weitesten verbreitet, da jede Geschossdecke als Plattform für das nächste Geschoss dient. Wände werden direkt vor Ort montiert oder im Werk vorgefertigt und aufgestellt. Die heute beschriebenen Bauweisen teilen Solidität und Anpassungsfähigkeit des Holzes, erfüllen aber unterschiedliche Anforderungen.